Von Till Mayer
Michael Löffler hat in Odessa seine Liebe und sein Zuhause gefunden. Er brachte ein besonderes Stück Deutschland mit in die prächtige Hafenstadt.
Von Till Mayer
Michael Löffler hat in Odessa seine Liebe und sein Zuhause gefunden. Er brachte ein besonderes Stück Deutschland mit in die prächtige Hafenstadt.
Zuerst erschienen in Der Eckart 6/2025
Von Jonathan Stumpf
Wer sich an einem Mittwochabend in der ukrainischen Hafenstadt Odessa in den „Pab Tovstun“ begibt, kann dort durstige Deutsche in geselliger Runde beim Bier sitzen sehen, als wäre er in Freiburg oder München. Es ist ein richtiger Stammtisch mit Schild und – da man sich im Ausland befindet – schwarz-rot-goldenem Fähnchen.
Auch dieses Jahr zieht es uns im Sommer regelmäßig an den Strand. Diesmal in wechselnden Restaurants. Mal sehen, was wir künftig zur neuen Strandheimat erwählen werden!

Ob bei der Mafia im Libanon, als Reporter in Brasilien, Weißrussland und Pakistan, als Leichtmatrose auf deutschen und niederländischen Frachtern oder als Freiwilliger im Ukrainekrieg, unser Stammtischbruder Jonathan Stumpf hat in wenigen Jahren mehr Abenteuer erlebt als der Durchschnittsdeutsche in einem ganzen Leben.

Der Deutsche Stammtisch Odessa unterstützt weiterhin aktiv die Verteidiger der Ukraine an der Front. Wir möchten die neuesten Initiativen unserer Mitglieder, primär von Tim, Oliver und Hagen organisiert, hier kurz vorstellen.
Unser Strandausflug war auch dieses Jahr wieder gut besucht! Viele Grüße an alle, die dabei waren!

Kürzlich hatten wir am Stammtisch weit gereisten Besuch, der fröhlich durch die Parks der Stadt schlendernd in etwa meinte, hier sei doch gar kein Krieg. Und ja, wenn man sich die unversehrten Seiten der Altstadt heraussucht und gerade Glück hat, in den paar Tagen des Besuchs keinen Beschuss selbst zu erleben, kann man schon zu diesem Urteil kommen.
Im Gegensatz dazu halten viele Freunde und Verwandte in Deutschland einen Besuch in Odessa für so gefährlich, dass sogar früher regelmäßige Familienbesuche bis auf unbestimmte Zeit verschoben sind und man als Odessit, der die Stadt trotz des Krieges nicht verlassen möchte, für latent lebensmüde gehalten wird.
Um diese beiden extremen Positionen etwas zu Erden, hier dieser Text.
Von Peeter Helme
Ich komme nach Odesa durch einen deutschen Freund, der zufällig hier lebt. Er wiederum ist durch einen anderen Deutschen – Alex – hier, der zeitweise hier lebt, sein Unternehmen hier aufgebaut hat und ihn eingeladen hat, für ihn zu arbeiten. Das Gleiche passiert mit mir – ich arbeite auch für Alex, zumindest im ersten Jahr.
Das wiederum sorgt dafür, dass ich automatisch in die örtliche deutsche Gemeinschaft integriert werde. Oder in die deutsche Kolonie, wenn man es so nennen kann. Und in gewisser Weise ist sie das auch. Denn die Gruppe ist ziemlich klein – vor allem jetzt, während des Krieges – aber auf Gedeih und Verderb miteinander verwoben.
Ein Bericht über unseren Stammtisch von Paul Gäbler
Gehen ein Brandenburger, ein Franke, ein Este und eine Ukrainerin in eine Bar … Was beginnt wie ein Witz, wird jeden Mittwoch um 18.30 Uhr Realität. Ein Stammtisch eben, eine Gruppe von Menschen, die sich regelmäßig trifft, um bei ein, zwei, drei Bieren die Lage des Landes zu besprechen. Nicht in Berlin, noch nicht einmal in Deutschland, sondern im südukrainischen Odessa, eben jener Stadt, die in den vergangenen Wochen wiederholt in den Schlagzeilen war, weil russische Marschflugkörper in der Altstadt einschlugen.
Mit besten Grüßen aus der Veranda.
