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Odessa, Ukraine

In Deutschland haben einige Leute gelegentlich die Vorstellung, dass das heutige Odessa sich immer noch als „historisches russisches Gebiet“ begreifen könnte. Man zitiert die Stadtgründung durch die russische Zarin oder die russische Abstammung vieler Odessiten. Und aufgrund solcher Geschichten lassen sich einige Leute dann einreden, dass es hier in Odessa eine gewisse Sympathie für Putins blutigen Invasionskrieg bestünde.

Die Statue der Stadtgründerin dekoriert als blutige Henkerin

Mit der gelebten Realität in der Stadt hat das jedoch nichts zu tun. Auch wenn hier immer noch viel Russisch gesprochen wird, begreifen sich die weitaus meisten Odessiten als russischsprachige Ukrainer und nicht als Russen. Ein Österreicher ist ja auch nicht gleich ein Deutscher, nur wenn er Deutsch spricht.

Dies lässt sich kaum besser illustrieren, als mit einem kurzen Spaziergang durch die Stadt. Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte.

Die Bilder sind dabei nicht extra herausgepickt. Das gesamte Stadtzentrum ist dicht mit Flaggen geschmückt. An fast jedem Haus wird klar ausgedrückt, dass hier niemand auf irgendwelche „Befreier“ wartet.

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